John Maynard Keynes · unser inoffizielles Gruppenmotto

“In the long run
we are all dead.”

Also machen wir etwas aus der Zeit dazwischen.

Vier VWL-Studenten. Tübingen 1991. Viel Theorie, trockene Modelle, legendäre Abende – und eine Freundschaft, die sich als deutlich langlebiger erwiesen hat als so manche ökonomische Prognose.

Long run?
Nicht unser Problem.
Ostlerhütte · 2026
“In the long run we are all dead.” Bis dahin wird gelernt, diskutiert, gekocht, gefeiert, gewandert und vor allem gelacht.
StudiumTübingen · 1991
FreundschaftErstaunlich langfristig.
Gemeinsame ErlebnisseDer Weg ist Teil des Nutzens.
Long runWird überschätzt.
Unsere Geschichte · seit 1991

Wir haben Keynes früh ernst genommen.

1991 begann alles mit Volkswirtschaftslehre in Tübingen. Wir wurden eine eingeschworene Lerngruppe und haben uns gemeinsam durch Mathematik, Modelle, Klausuren und schließlich durchs Examen gepeitscht. Die Materie war nicht immer unterhaltsam. Wir schon.

Gelernt wurde abwechselnd bei uns zu Hause: Markus und Wassi im WHO, Willi auf dem Sachsenhaus und Pit in seiner kleinen WG. Aber wer nur lernt, maximiert die falsche Zielfunktion. Also wurde mindestens genauso konsequent gekocht, gegessen, gefeiert und das Studentenleben in Tübingen ausgenutzt.

Keynes' berühmter Satz “In the long run we are all dead” hätte rückblickend kaum besser zu uns passen können. Nicht als düstere Prognose, sondern als sehr brauchbare Erinnerung daran, dass man vor lauter langfristiger Optimierung das Leben im Hier und Jetzt nicht vergessen sollte.

Nach dem Studium gingen unsere beruflichen Wege in völlig unterschiedliche Richtungen. Keiner von uns landete im klassischen VWL-Job. Geblieben ist aber etwas sehr VWL-Typisches: analytisch denken, sich in komplizierte Themen reinbeißen, gute Argumente verlangen und erst locker lassen, wenn eine halbwegs belastbare Lösung steht. Dass uns das Studium dabei geholfen hat, geben wir selbstverständlich nur unter Protest zu.

Aus der Lerngruppe wurde eine Freundschaft fürs Leben. Mehr als drei Jahrzehnte später treffen wir uns noch immer regelmäßig – inzwischen gemeinsam mit unseren Frauen, zum Essen, Reisen, Erinnern und neuerdings sogar auf dem Berg. Willi nennt das Bergsport. Pit und Wassi nennen es eine fragwürdige Allokation knapper Energiereserven. Markus versucht derweil, mit Willi mitzuhalten.

Langfristige Gleichgewichte sind interessant.
Ein gutes gemeinsames Wochenende ist interessanter.

VWL Tübingen ’91
Die vier VWLer

Vier Charaktere. Vier Nutzenfunktionen. Ein ziemlich stabiles Gleichgewicht.

P

Pit

WG-Lernort, Genießer und auf dem Berg überzeugter Anhänger des ökonomischen Prinzips: maximaler Genuss bei möglichst vertretbarem Ressourceneinsatz.

Long run: lieber mit Einkehr.
M

Markus

WHO-Fraktion. Sobald Willi vorneweg zieht, meldet sich der Ehrgeiz. Dann wird aus einer Wanderung spontan ein Optimierungsproblem mit sportlicher Nebenbedingung.

Long run: knapp hinter Willi.
W

Willi

Sachsenhaus und unser Ober-Bergsportler. Verantwortlich dafür, dass die übrige Gruppe gelegentlich entdeckt, dass auch oberhalb der Komfortzone noch Sauerstoff vorhanden ist.

Long run: noch 400 Höhenmeter.
Wa

Wassi

WHO und zusammen mit Pit klar dem genussorientierten Flügel zuzurechnen. Hat früh verstanden, dass Pausen einen positiven Grenznutzen besitzen.

Long run: nach der Pause.
Unsere Treffen

Der long run kann warten.

Was wir heute gemeinsam erleben – Wochenenden, Reisen, Essen, Berge und alles, was später eine gute Geschichte ergibt.

08.08.2026 – 10.08.2026 · Prem am Lech und Breitenberg

Alpinisten und Ökonomen

08.08.2026 – 10.08.2026 · Pfronten

Bergwochenende auf der Ostlerhütte und Grillabend bei Willis

Keynes hatte recht: Im long run sind wir alle tot. Also lieber vorher noch gemeinsam auf die Ostlerhütte. Vier alte VWLer, vier sehr unterschiedliche Nutzenfunktionen und ein gemeinsamer Gipfel.

Geschichte lesen
Unser Bergwochenende ist ein gutes Beispiel dafür, wie unterschiedlich dieselbe knappe Ressource bewertet werden kann: Höhenmeter. Willi ist der Bergsportler der Gruppe, Markus entdeckt beim Anstieg regelmäßig seinen Ehrgeiz, während Pit und Wassi eher die Nutzenfunktion aus Aussicht, Pause und Einkehr optimieren. Am Ende standen trotzdem alle gemeinsam oben. Oder, um Keynes frei auf unsere Gruppe anzuwenden: Der long run kann warten – heute wird erst einmal gemeinsam gelebt. Am Samstagabend haben wir bei den Willis einen wunderbaren Grillabend verbracht und uns für den "anstrengenden"Aufstieg ordentlich gestärkt.

Anekdote

Die Grenzproduktivität zusätzlicher Höhenmeter wurde innerhalb der Gruppe durchaus unterschiedlich bewertet. Willi sah noch Potenzial, Pit und Wassi eher abnehmenden Grenznutzen.
In the long run we are all dead. Bis dahin sehen wir zu, dass wir gemeinsam oben ankommen.
Erinnerungen & Geschichten

Was der long run nicht verschwinden lassen soll.

WHO, Sachsenhaus, Pits WG, Professoren, alte Weggefährten, Frauengeschichten, Prüfungen, Kochabende und legendäre Partys: Hier bekommt unser gemeinsames Gedächtnis einen festen Platz.

WHO, Sachsenhaus, WG & Co.

Hier ist Platz für alles, worüber wir heute noch lachen – und für Dinge, bei denen wir inzwischen froh sind, dass 1991 noch niemand ein Smartphone hatte.